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Termine

23. Juni 2023 - 26. Juni 2023

Ausschank auf der Wendelsteiner Kärwa

03. September 2023

Ausschank auf dem Backofenfest Wendelstein

                                                      09. September 2023

Ausschank  18 Jahre Getränkeritter

Brautag Vatertagsbier am 15. April 2023

Noch 34 Tage bis Vatertag, gerade Zeit genug, um das Vatertagsbier zu brauen und in die Reifung zu entlassen, damit es am 18. Mai genussfertig ist.

 

Die Braugehilfen und Mitglieder des Grillvereins und des Brauvereins, die ein Weißwurstfrühstück mit den Brauern genießen konnten, fanden sich am üblichen Brauort ein.

 

Die standardmäßige Reihenfolge Einmaischen, Maischprogramm durchfahren, Abläutern, Kochen und Hopfengaben, Würze Abkühlen und in den den Milchkühler schlauchen, die Hefe anstellen und zur Würze geben, sind schon zur Routine geworden.

 

Die tägliche Beobachtung des Gärvorgangs obliegt natürlich einem in der Nähe des Brauorts wohnenden, dem üblichen Verdächtigen Uwe H.

 

Abgefüllt wird der Sud zur gegebenen Zeit in Fässer, um dann an Ort und Stelle gezapft zu werden.

 

Die Mitglieder beider Vereine freuen sich jetzt schon auf den Vatertag, der wieder auf dem Gelände des Grillvereins begangen wird.

 

Na dann ein freundliches Prost!

 

18.04.203            Hans Leikauf

Brauverein Schwabach zu Gast im Brauverein Wendelstein

Brautag im Brauverein Wendelstein – wo Bier noch richtig handwerklich gebraut wird

Zur gleichen Zeit, wie sich der Schwabacher Brauverein 2020 gegründet hat, hat sich auch der Wendelsteiner Brauverein in diesem Jahr gegründet. Da Wendelstein die Nachbarmarktgemeinde von Schwabach ist und wir uns schon des öfteren getroffen haben, wollte ich sie einmal an einem Brautag in ihrer Brauwerkstatt besuchen und ihnen beim Brauen etwas über die Schulter schauen.

Der Verein hat sich in Wendelstein im Mosthaus des Obst- und Gartenbauvereines Wendelstein einquartiert. Dies ist gleich neben dem alten Backhäuschen gelegen. Daneben befindet sich gleich ein wunderschöner alter Backofen, der hin und wieder angeschürt wird. Nach dem Motto „Heute back ich, morgen brau ich“.

Im Mosthaus hat der Brauverein eine ca. 300L Polsinelli Brauanlage aufgestellt. Dazu gehört links vorne der Maischetopf mit einem integriertem Läuterblech. Rechts daneben befindet sich der Kochtopf und dahinter der Nachgusstopf. Alle drei Töpfe werden jeweils mit einem Gasbrenner mit 16kW befeuert.

 


 

 

Das Mosthaus ist räumlich großzügig ausgelegt und bietet aus der Mosterei schon eine gute Infrastruktur, wie zB.  geflieste Wände und Böden, sowie einen zentralen zulaufenden Bodenablauf. Auch große Behälter, wie vorne abgebildet für die Kühlspirale können mitbenutzt werden.


 

Die fertige Bierwürze kommt zum Kühlen in einen 250L fassenden Milchkühler. Dort bleibt das Bier bis nach der Hauptgärung und wird dann anschließend in Flaschen abgefüllt.

Die Abfüllung erfolgt dann durch den ebenfalls aus der Mosterei vorhandenen drucklosen Flaschenabfüller.


 

 


 

Die zurückgebrachten Flaschen können in dem dort vorhandenen Spülrad mit Dampf aus dem Gaswärmetauscher mit heissem Dampfdruck gereinigt werden.


 

Doch bevor es soweit ist, muss das Bier erst einmal hergestellt werden. Dies ist noch richtige Handarbeit. Beim Maischen wird die Temperatur manuell kontrolliert und über den Gasstrom des Gasbrenners geregelt. Mit dem Maischepaddel wird dabei kräftig umgerührt. Abends weiß man dann sicherlich, was man getan hat.

Beim Läutern wird die Vorderwürze mit Hilfe von zwei Edelstahleimern teilweise abgelassen


 

 


 

Und zum Klarlaufen werden die ersten vollgelaufenen Eimer wieder zurückgegeben. Dabei kann man sich schon so manche verbrühten Hände holen.


 

Sobald die Würze klar gelaufen ist, wird sie eimerweise anschließend in den Kochtopf vorsichtig gegossen.


 

 


 

Sobald die Würze noch ungefähr 3cm über dem Treber steht, kann mit dem Nachguss aus dem Nachgusstopf begonnen werden.


 

Der Nachguss aus dem Topf dahinter wird über einen Kochlöffel langsam auf den Treber laufen gelassen, um noch den letzten Zucker aus dem Malz heraus zu waschen. Danach geht es zum Kochen.

Der Wendelsteiner Brauverein ist begeistert davon, den Wendelsteinern wieder ein eigenes Bier zu geben. Dabei bleibt das eigengebraute Bier im Verein und wird zu einen Selbstkostenpreis an die Mitglieder verteilt. Das richtige manuelle Brauen finde ich dabei sehr faszinierend, auch wenn es arbeitsaufwendiger ist. Somit bleibt man noch wesentlich enger mit seinem Sud in einer gemeinschaftlichen Aktion verbunden, da jeder Prozesschritt genau verfolgt werden kann. Auch die Lernkurve bei einem Wissenstransfer ist damit von Vorteil. Für größere Feste, wie die Wendelsteiner Kirchweih lässt der Verein sein Bier nach eigenem Rezept von Glossner aus Neumarkt herstellen.

Andre´ Betz

Brauverein Schwabach


 

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